Neue Anbieter für Websites mit CDU-Branding
Der Markt für Websites mit CDU-Branding ist etwas in Bewegung geraten, so dass es mittlerweile auch Anbieter mit interessanten Lösungsansätzen gibt.
Schon öfters habe ich mich geärgert, wenn ich bei Recherchen auf eine schlecht gemachte und ungepflegte Webseiten eines CDU-Politikers, -Kreisverbands oder auch -Landesverbands gestossen bin, und mich anschließend gefragt habe, warum es eigentlich keine guten Anbieter dafür gibt. Es gibt zwar einige, die ihr eigenes Content-Management-System mit einem angepassten Template anbieten, aber bislang war noch nie ein Anbieter darunter gewesen, der mich überzeugt hat.
Ich muss sogar gestehen, dass ich gelegentlich selbst daran gedacht habe, etwas entsprechendes anzubieten. Jedoch musste ich für mich selbst immer wieder feststellen, dass im Grunde genommen solche Websites bislang ein reines Low-Budget-Segment darstellen und dass ein entsprechendes System eigentlich nur über die Masse finanziert werden kann. Dies könnte ich jedoch als einzelner nicht leisten oder ich würde nur noch dieses machen.
Positiv finde ich daher, dass es momentan zwei noch sehr junge Anbieter auf dem Markt gibt, die jeweils einen interessanten Lösungsansatz anbieten.

Zum einen handelt es sich dabei um das CDU_office von der Firma immaker. Da das System in Kooperation mit der hessischen CDU entwickelt wird, hatte ich die Chance in einer frühen Beta-Phase kurzzeitig einen Blick auf das System werfen zu können. Es handelt sich dabei um eine Art Baukasten, durch den man die Webseite zusammenstellen und später auch inhaltlich pflegen kann. Insgesamt wirkt das System recht aufgeräumt, auch wenn es hier und da noch Potenzial für Verbesserungen gibt. Die Gestaltung des Basis-Themes ist sicherlich eine Geschmacksfrage. Aber wer das vorher favorisierte System der CDU Hessen noch kennt, weiß, was ich meine. Man muss nur cduhessen.de mit cdu-wiesbaden.de miteinander vergleichen. Je nach Amt bzw. Größe der Vereinigung muss man zwischen 5 und 50 Euro pro Monat für das System rechnen. Neben dem Baukasten ist auch eine Anbindung an einen eigenen Werbemittelshop sowie an das geplante Soziale Netzwerk der CDU Hessen geplant. Gerade hier bin ich gespannt, ob und wie sich Mehrwert für die gesamte Partei generieren lässt.
Beim anderen Anbieter handelt es sich um politik-shop von der Firma Neolox aus Nordrhein-Westfalen. Hier liegt dem ganzen System eine Wordpress-Installation mit einer gezielten Auswahl von Plugins zugrunde. Die Vorgaben für die CI der CDU wurden entsprechend in einem eigenen Theme berücksichtigt. Durch die Nutzung des Open Source-Systems Wordpress können die Kosten extrem gering gehalten werden. Für das erste Anwendungsjahr ist mit 190 Euro zu rechnen, in den darauf folgenden Jahren kostet die Website inklusive Hosting nur noch 60 Euro jährlich. Ich finde den Ansatz super, auf ein bewährtes, freies System zu setzen. Jedoch bin ich gespannt, wie oft in Zukunft die regelmäßig auftretenden Sicherheitsupdates auch tatsächlich eingespielt werden. Dafür finde ich 60 Euro pro Jahr extrem günstig.
Hoffentlich bewähren sich beide Systeme, so dass ich zukünftig weniger veraltete CDU-Seiten sehen muss. Ich würde mich freuen, wenn ein Markt für Partei-Webseiten entstehen würde und noch weitere interessante Anbieter hinzukommen würden. Und vielleicht überdenke ich ja mal mein bisheriges Zögern und biete selbst eine Lösung an.
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