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<title>tzwaen.systems - Blog</title>
<description>In diesem RSS-Feed finden Sie aktuelle Beiträge, die von Sven Przepiorka in seinem Blog veröffentlicht wurden.</description>
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<copyright>Copyright 2010</copyright>
<pubDate>Fri, 03 Sep 2010 16:29:28 +0200</pubDate>
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<title>Noch einmal etwas zu Google</title>
<link>http://tzwaen.com/blog/2010/noch-einmal-etwas-zu-google/</link>
<pubDate>Sun, 15 Aug 2010 18:40:00 +0200</pubDate>
<guid>http://tzwaen.com/blog/2010/noch-einmal-etwas-zu-google/</guid>
<description>Nico Lumma hat bei Twitter einen wunderbaren Artikel über Google Street View verlinkt. Der Text ist wahrscheinlich einer der besten, den ich zu diesem Thema gelesen habe. Auch wenn er ganz klar pro Google Street View ist. 

Nachdem ich gestern noch die Diskussionskultur rund um das Thema bemängelt habe, hat mich der gelesene Artikel nun auch etwas nachdenklich gemacht, so dass ich mein persönliches Verhältnis zu Google und insbesondere zu Google Street View noch einmal darstellen will. 

Auch ich mag Google, vielleicht liebe ich es sogar ebenfalls. Google ist der Innovationsmotor schlechthin im Internet. Das Internet, so wir es heute kennen, wäre ohne Google nicht möglich. Und alle Anstrengungen von Google münden in großartige, überwiegend kostenlose Produkte im Internet.

Als Suchmaschine gibt es momentan für mich keine nennenswerte Alternative. Suchen im Internet ist für mich Google. Auch über die Karten und Satellitenbilder von Google Maps kann ich mich heute noch begeistern. Schon als Kind habe ich es geliebt, in einem Atlas zu stöbern.

Google Analytics setzen ich auf Kundenwunsch beruflich gerne zur Analyse der Seitenaufrufe einer Website ein, privat nutze ich jedoch lieber eine kleine kompakte Lösung. Auch auf Google Webmasters und Google Merchant Center greife ich gerne zu, sofern es meine Arbeit erfordert.

Alle anderen Dienste nutze ich nicht. Diese sind zwar auch hervorragend, aber es gibt für mich ausreichend Alternativen. Auch wenn Googles Dienste sogar kostenlos sind und ich für meine Alternative teilweise sogar bezahlen muss, überwiegt bei mir das Gefühl, dass ich eine gewisse Datenhoheit haben will. Ich kann zwar nicht ausschließen, dass auch hier oder da meine Daten aus unterschiedlichsten Gründen analysiert werden, aber wenigstens geschieht dies nicht zentral bei einem Anbieter.

Statt Google Mail nutze ich beispielsweise einen eigenen Mailserver, auf den ich per IMAP und mit Apple Mail von meinem iMac, Macbook, iPad oder iPhone zugreife. Die Synchronisation funktioniert bestens, auf dem iMac werden alle E-Mails archiviert und die dortige Suchfunktion ist für mich völlig ausreichend. Als Alternative zu Google Reader verwende ich fever, was auf dem eigenen Server installiert ist. Auf die soziale Komponente von Google Reader kann ich verzichten, dafür habe ich Twitter.

Auch wenn ich einige Dienste von Google nicht nutze möchte, habe ich ihnen gegenüber eine gewisse Wertschätzung und ich kann dennoch nachvollziehen, dass sie von vielen anderen Anwendern im Gegensatz zu mir genutzt werden. Jeder hat eben unterschiedliche Interessen oder auch Möglichkeiten. Ich unterstelle sogar vielen, dass sie verstanden habe, dass sie die kostenlosen Dienste eben nicht mit Geld sondern mit ihrer Identität und Inhalten bezahlen. Solange sich alle darüber im klaren ist, finde ich auch nichts schlimmes daran. Jeder kann selbst entscheiden, bis zu welchen Grad er mitmachen will. Dies gilt übrigens nicht nur für Google, sondern für viele andere Angebote im WWW ebenfalls.

Bei Google Street View sehe ich den Sachverhalt etwas anders. Hier kann jeder als Teil der Öffentlichkeit auch Bestandteil von Google Street View werden. Und zwar automatisch und ungefragt. Gesichter werden zwar verpixelt, jedoch gibt es oft auch unangenehme Lücken. Und ich wage mal zu behaupten, dass, wenn man ein bestimmtes Umfeld gut kennt, man auch an der Körperhaltung einzelne Personen wiedererkennen kann.

Hatte ich aber oben nicht gesagt, dass ich Google Maps liebe und ist Street View nicht nur eine einfache Erweiterung davon? Stimmt. Aber bei dem normalen Kartenmaterial erkenne ich nur die grobe Struktur der Umgebung. Ein Quadratmeter der Wirklichkeit sind nur wenige Pixel auf dem Bildschirm. Bei Google Street View geht mir der Detailgrad einen Schritt zu weit.

Mit allen Punkten, die ich eben als störend benannt habe, kann ich mich momentan noch irgendwie abfinden und meinetwegen auch als gegeben annehmen. Es erzeugt bei mir zwar ein gewisses Unwohlsein, wie viele andere Entwicklungen auch. Nur kann ich damit leben. Einen Widerspruch würde ich deswegen bei Google zur Zeit nicht einlegen, zumal dies auf Dauer auch wenig bringen wird.

Ich bin mir auch bewusst, dass es neben Google weitere Anbieter gibt, die noch genauere Straßenansichten mit teilweise sogar unverpixelten Gesichtern zeigen. Als weltweit größter zentraler Anbieter von solchen Ansichten steht aber Google für mich exemplarisch für die ganze Branche. Und der Start von Street View in Deutschland stellt einen hervorragenden Ausgangspunkt dar, mal über das ganze Thema zu diskutieren. 

Denn wo wollen wir zukünftig die Grenze ziehen, was noch privat und was schon öffentlich ist? Welche gesellschaftliche und wirtschaftliche Verantwortung trägt Google beim Anzeigen und Nichtanzeigen der Bilder? Und was passiert denn, wenn die Autos von Google Street View mal täglich durch die Straßen fahren werden oder gar mit der öffentlichen Videoüberwachung kombiniert werden? </description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Nico Lumma hat <a href="http://twitter.com/Nico/status/21216382535">bei Twitter</a> einen <a href="http://www.wissenslogs.de/wblogs/blog/sprachlog/allgemein/2010-08-14/pro-google-street-view">wunderbaren Artikel über Google Street View</a> verlinkt. Der Text ist wahrscheinlich einer der besten, den ich zu diesem Thema gelesen habe. Auch wenn er ganz klar pro Google Street View ist. </p>
<p>Nachdem ich gestern noch die Diskussionskultur rund um das Thema bemängelt habe, hat mich der gelesene Artikel nun auch etwas nachdenklich gemacht, so dass ich mein persönliches Verhältnis zu Google und insbesondere zu Google Street View noch einmal darstellen will. </p>
<p>Auch ich mag Google, vielleicht liebe ich es sogar ebenfalls. Google ist der Innovationsmotor schlechthin im Internet. Das Internet, so wir es heute kennen, wäre ohne Google nicht möglich. Und alle Anstrengungen von Google münden in großartige, überwiegend kostenlose Produkte im Internet.</p>
<p>Als <a href="http://www.google.de">Suchmaschine</a> gibt es momentan für mich keine nennenswerte Alternative. Suchen im Internet ist für mich Google. Auch über die Karten und Satellitenbilder von <a href="http://maps.google.de">Google Maps</a> kann ich mich heute noch begeistern. Schon als Kind habe ich es geliebt, in einem Atlas zu stöbern.</p>
<p><a href="http://google.de/analytcis">Google Analytics</a> setzen ich auf Kundenwunsch beruflich gerne zur Analyse der Seitenaufrufe einer Website ein, privat nutze ich jedoch lieber eine kleine <a href="http://www.haveamint.com/">kompakte Lösung</a>. Auch auf <a href="http://www.google.de/webmasters">Google Webmasters</a> und <a href="http://www.google.com/merchants">Google Merchant Center</a> greife ich gerne zu, sofern es meine Arbeit erfordert.</p>
<p>Alle anderen Dienste nutze ich nicht. Diese sind zwar auch hervorragend, aber es gibt für mich ausreichend Alternativen. Auch wenn Googles Dienste sogar kostenlos sind und ich für meine Alternative teilweise sogar bezahlen muss, überwiegt bei mir das Gefühl, dass ich eine gewisse Datenhoheit haben will. Ich kann zwar nicht ausschließen, dass auch hier oder da meine Daten aus unterschiedlichsten Gründen analysiert werden, aber wenigstens geschieht dies nicht zentral bei einem Anbieter.</p>
<p>Statt <a href="http://www.gmail.com">Google Mail</a> nutze ich beispielsweise einen eigenen Mailserver, auf den ich per IMAP und mit Apple Mail von meinem iMac, Macbook, iPad oder iPhone zugreife. Die Synchronisation funktioniert bestens, auf dem iMac werden alle E-Mails archiviert und die dortige Suchfunktion ist für mich völlig ausreichend. Als Alternative zu <a href="http://www.google.de/reader">Google Reader</a> verwende ich <a href="http://feedafever.com/">fever</a>, was auf dem eigenen Server installiert ist. Auf die soziale Komponente von Google Reader kann ich verzichten, dafür habe ich <a href="http://twitter.com">Twitter</a>.</p>
<p>Auch wenn ich einige Dienste von Google nicht nutze möchte, habe ich ihnen gegenüber eine gewisse Wertschätzung und ich kann dennoch nachvollziehen, dass sie von vielen anderen Anwendern im Gegensatz zu mir genutzt werden. Jeder hat eben unterschiedliche Interessen oder auch Möglichkeiten. Ich unterstelle sogar vielen, dass sie verstanden habe, dass sie die kostenlosen Dienste eben nicht mit Geld sondern mit ihrer Identität und Inhalten bezahlen. Solange sich alle darüber im klaren ist, finde ich auch nichts schlimmes daran. Jeder kann selbst entscheiden, bis zu welchen Grad er mitmachen will. Dies gilt übrigens nicht nur für Google, sondern für viele andere Angebote im WWW ebenfalls.</p>
<p>Bei Google Street View sehe ich den Sachverhalt etwas anders. Hier kann jeder als Teil der Öffentlichkeit auch Bestandteil von Google Street View werden. Und zwar automatisch und ungefragt. Gesichter werden zwar verpixelt, jedoch gibt es oft auch unangenehme Lücken. Und ich wage mal zu behaupten, dass, wenn man ein bestimmtes Umfeld gut kennt, man auch an der Körperhaltung einzelne Personen wiedererkennen kann.</p>
<p>Hatte ich aber oben nicht gesagt, dass ich Google Maps liebe und ist Street View nicht nur eine einfache Erweiterung davon? Stimmt. Aber bei dem normalen Kartenmaterial erkenne ich nur die grobe Struktur der Umgebung. Ein Quadratmeter der Wirklichkeit sind nur wenige Pixel auf dem Bildschirm. Bei Google Street View geht mir der Detailgrad einen Schritt zu weit.</p>
<p>Mit allen Punkten, die ich eben als störend benannt habe, kann ich mich momentan noch irgendwie abfinden und meinetwegen auch als gegeben annehmen. Es erzeugt bei mir zwar ein gewisses Unwohlsein, wie viele andere Entwicklungen auch. Nur kann ich damit leben. Einen Widerspruch würde ich deswegen bei Google zur Zeit nicht einlegen, zumal dies auf Dauer auch wenig bringen wird.</p>
<p>Ich bin mir auch bewusst, dass es neben Google weitere Anbieter gibt, die noch genauere Straßenansichten mit teilweise sogar unverpixelten Gesichtern zeigen. Als weltweit größter zentraler Anbieter von solchen Ansichten steht aber Google für mich exemplarisch für die ganze Branche. Und der Start von Street View in Deutschland stellt einen hervorragenden Ausgangspunkt dar, mal über das ganze Thema zu diskutieren. </p>
<p>Denn wo wollen wir zukünftig die Grenze ziehen, was noch privat und was schon öffentlich ist? Welche gesellschaftliche und wirtschaftliche Verantwortung trägt Google beim Anzeigen und Nichtanzeigen der Bilder? Und was passiert denn, wenn die Autos von Google Street View mal täglich durch die Straßen fahren werden oder gar mit der öffentlichen Videoüberwachung kombiniert werden?
</p>
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</item>
<item>
<title>Die Diskussion über Google Street View in Deutschland</title>
<link>http://tzwaen.com/blog/2010/die-diskussion-ueber-google-st/</link>
<pubDate>Sat, 14 Aug 2010 23:07:00 +0200</pubDate>
<guid>http://tzwaen.com/blog/2010/die-diskussion-ueber-google-st/</guid>
<description>Wie Google diese Woche bekanntgegeben hat, wird noch in diesem Jahr Google Street View auch in Deutschland frei geschaltet. Dabei handelt es sich um eine Erweiterung zu Googles Kartendienst Google Maps, bei der Ansichten in 360°-Panoramabildern aus Straßenperspektive dargestellt werden.

Nun regt sich in der deutschen Politik schon seit mehreren Jahren ein gewisser Unmut über die Interpretation von Google hinsichtlich des Datenschutzes. Nach Meinung vieler Politiker widerspricht Google Street View den deutschen Datenschutzgesetzen in vielen Punkten. Insofern ist es jetzt auch nicht verwunderlich, dass nun gar Verbote seitens der Politik gefordert werden. 

Auf der anderen Seite steht der kleine Kreis deutschen Netzaktiven, die sich beruflich mit Web und dessen Technologien beschäftigt. Diese lehnen natürlich Behinderungen oder gar Verbote von Google Street View durch die deutsche Politk völlig ab und feiern stattdessen die Erweiterung von Google Maps als Innovationsmotor für die deutsche Wirtschaft.

Mitten drin steht die deutsche Bevölkerung, die angetrieben von Politik, Netzaktiven und schließlich auch den Medien mittlerweile gar nicht mehr weiß, wie es Google Street View einschätzen soll.

Mir persönlich ist es egal, ob ich Google Street View auch in Deutschland nutzen kann oder nicht. Ich vermute, dass ich eine kurze Zeit lang - ähnlich wie damals bei Google Earth - mir bekannte Straßenzüge aufsuchen werden und dann den Service ganz schnell wieder vergessen werde. Ich sehe je nach Szenario weder den deutschen Datenschutz bedroht noch die deutsche Internetwirtschaft. Allerdings kann ich auch jeden verstehen, der Begeisterung oder Unwohlsein zeigt.

Was mir jedoch die Diskussion über Google Street View wieder einmal zeigt, ist, dass in Deutschland die Netzaktiven und die Politik einfach nicht miteinander reden können. Letztes Jahr ging es um die Internetsperren zur Verhinderung von Kinderpornographie, dieses Jahr ist das Thema eben Google. Bei dem einen Thema kann die Initiative durch die Politik, beim anderen quasi durch das Netz.

Und ich bin mir nicht sicher, ob daran wirklich die Politik allein Schuld trägt.

Ich finde es beispielsweise verwunderlich, dass Google seinen Dienst ausgerechnet in der Sommerpause des politischen Berlins und der zuständigen MinisterInnen angekündigt, obwohl es genau weiß, dass der Dienst unter sehr genauer Beobachtung seitens der Politik steht. So ein Detail ist sicherlich nicht entscheidend, aber es zeigt meiner Meinung nach ganz gut, wie man miteinander umgeht. Zudem kann ich mich nicht daran erinnern, dass Google selbst aktive Aufklärungsarbeit im großen Umfang geleistet hat. Mal von der Cebit für Fachpublikum abgesehen. Der Datenschutz ist in Deutschland wie in kaum einem anderen Land heilig. Selbst wenn er im Laufe der Jahre etwas brüchig geworden ist. Aber von einem Weltkonzern wie Google erwarte ich eigentlich, dass er auf die örtlichen Befindlichkeiten eingeht und sowohl in der Politik eine bessere Lobbyarbeit leistet als auch versucht, die sensible unaufgeklärte Bevölkerung entsprechend mitzunehmen. Erst jetzt mit großen Anzeigen in diversen Zeitungen für Google Street View zu werben und auf die Einspruchsfrist hinzuweisen, halte ich für einen Fehler. Zumal ein Großteil der Bevölkerung immer noch nicht weiß, was Street View eigentlich für die Allgemeinheit und einen persönlich bedeutet. Gerade in so einem sensiblen Bereich wie dem Datenschutz ist die von Google gezeigte Herangehensweise entweder völlig naiv oder sie zeigt eben, dass Google auf die örtlichen Befindlichkeiten keinen großen Wert legt. Manchmal habe ich das Gefühl, dass Google von seinem Service so überzeugt ist, so dass sich dort keiner überhaupt vorstellen kann, dass der Service bei anderen vielleicht auch innere Unruhe auslösen kann.

Einer ähnlichen Überzeugung müssen auch die deutschen Netzaktiven unterliegen. Die Art und Weise, wie über die vermutete Unkenntnis von Politikern sowie von Teilen der Bevölkerung gelästert wird, finde ich grenzwertig. Einen sehr schönen Kommentar hat dazu Gerrit van Aaken in seinem Blog veröffentlicht, dem ich mich voll und ganz anschließen kann:


Nicht in Ordnung finde ich jedoch die hämischen Reaktionen auf die geäußerten Ängste der Otto-Normal-Bürger. Das wichtigste Argument gegen Streetview ist offenbar die Angst, dass Einbrecher das eigene Haus und die Gegend via Browser in Augenschein nehmen können, und für erste Vorplanungen ihrer Einbrüche nutzen. Ich finde das keinen allzu blödsinnigen Aspekt. Mal ehrlich – wie gut kennt Ihr euch aus im Einbrecherbusiness? Warum wisst ihr alle so genau, dass diese Vorstellung Schwachsinn ist? [...] Sehr viel gelacht wird über diesen Zeitungsbeitrag, wo die Streetview-Gegner im gesetzten Alter vor ihrem Haus abgelichtet sind. »Haha, wie blöd kann man sein!« Sehe ich anders. Streetview-Kritiker sind in der Regel nicht grundsätzlich dagegen, dass ihre Fassade von anderen Menschen fotografiert wird, sondern dass vollständiges Bildmaterial an zentraler Stelle, systematisch und korrekt verortet, erfasst und zur Verfügung gestellt werden. Das Foto mit den Rentnern in RP-online: Keine Ahnung, wo das genau ist. [...]
Quelle: praegnanz.de: Mal 'ne differenzierte Meinung zu Streetview gefällig?


Statt zu Lästern und sich über die Beschränktheit der anderen lustig zu machen, wäre Eigeninitiative seitens der Netzaktiven doch mal etwas neues und vor allem auch konstruktives. Warum organisieren sich nicht kleine örtliche Gruppe, um gemeinsam einen Stand in der Fußgängerzone ihrer Stadt aufzustellen und um dann die Bevölkerung von Google Street View mit Argumenten zu überzeugen? Auch wenn so eine Aktion sicherlich nur der berühmte Tropfen auf den heißen Stein wäre, fände ich diese immer noch besser als alles vorherige. Und das es möglich ist, eine solche Aktion kurzfristig durchzuführen, hat die Piratenpartei letztes Jahr eindrucksvoll bewiesen.

Vielleicht ist ja auch gar nicht die Politik allein beschränkt, sondern auch die Netzaktiven selbst. Ich glaube nämlich, dass sich die Politik mittlerweile viel intensiver mit dem Netz beschäftigt hat als die Netzaktiven mit politischer Gestaltung. Natürlich agiert sie in vielerlei Hinsicht noch unglücklich und manche Kommentare zeigen auch puren Aktionismus, dennoch bin ich zuversichtlich, dass sich die deutsche Politik dem Thema Netzpolitik immer besser und fundierter annehmen wird. Ob die Resultate dann aber auch von den Netzaktiven unterstützt werden, steht auf einem anderen Blatt.</description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Wie Google diese Woche bekanntgegeben hat, wird noch in diesem Jahr <a href="http://www.google.de/help/maps/streetview/">Google Street View</a> auch in Deutschland frei geschaltet. Dabei handelt es sich um eine Erweiterung zu Googles Kartendienst <a href="http://maps.google.de">Google Maps</a>, bei der Ansichten in 360°-Panoramabildern aus Straßenperspektive dargestellt werden.</p>
<p>Nun regt sich in der deutschen Politik schon seit mehreren Jahren ein gewisser Unmut über die Interpretation von Google hinsichtlich des Datenschutzes. Nach Meinung vieler Politiker widerspricht Google Street View den deutschen Datenschutzgesetzen in vielen Punkten. Insofern ist es jetzt auch nicht verwunderlich, dass nun gar Verbote seitens der Politik gefordert werden. </p>
<p>Auf der anderen Seite steht der kleine Kreis deutschen Netzaktiven, die sich beruflich mit Web und dessen Technologien beschäftigt. Diese lehnen natürlich Behinderungen oder gar Verbote von Google Street View durch die deutsche Politk völlig ab und feiern stattdessen die Erweiterung von Google Maps als Innovationsmotor für die deutsche Wirtschaft.</p>
<p>Mitten drin steht die deutsche Bevölkerung, die angetrieben von Politik, Netzaktiven und schließlich auch den Medien mittlerweile gar nicht mehr weiß, wie es Google Street View einschätzen soll.</p>
<p>Beispiel von Google Street View: <a href="http://maps.google.de/maps?f=q&amp;source=embed&amp;hl=de&amp;geocode=&amp;q=London&amp;sll=28.241304,-82.73858&amp;sspn=0.000846,0.001514&amp;ie=UTF8&amp;hq=&amp;hnear=London,+Vereinigtes+K%C3%B6nigreich&amp;t=h&amp;layer=c&amp;cbll=51.505708,-0.075264&amp;panoid=8p0sgp2v17KvZaNgCOqWTQ&amp;cbp=11,193.69,,0,5&amp;ll=51.505697,-0.075274&amp;spn=0.021049,0.060081&amp;z=14">Gr&ouml;&szlig;ere Kartenansicht laden</a></p>
<div style="display:block; text-align:center; margin:15px 0;">
<iframe width="700" height="394" frameborder="0" scrolling="no" marginheight="0" marginwidth="0" src="http://maps.google.de/maps?f=q&amp;source=embed&amp;hl=de&amp;geocode=&amp;q=London&amp;sll=28.241304,-82.73858&amp;sspn=0.000846,0.001514&amp;ie=UTF8&amp;hq=&amp;hnear=London,+Vereinigtes+K%C3%B6nigreich&amp;t=h&amp;layer=c&amp;cbll=51.505708,-0.075264&amp;panoid=8p0sgp2v17KvZaNgCOqWTQ&amp;cbp=11,193.69,,0,5&amp;ll=51.505697,-0.075274&amp;spn=0.021049,0.060081&amp;z=14&amp;output=svembed"></iframe>
</div>
<p>Mir persönlich ist es egal, ob ich Google Street View auch in Deutschland nutzen kann oder nicht. Ich vermute, dass ich eine kurze Zeit lang - ähnlich wie damals bei Google Earth - mir bekannte Straßenzüge aufsuchen werden und dann den Service ganz schnell wieder vergessen werde. Ich sehe je nach Szenario weder den deutschen Datenschutz bedroht noch die deutsche Internetwirtschaft. Allerdings kann ich auch jeden verstehen, der Begeisterung oder Unwohlsein zeigt.</p>
<p>Was mir jedoch die Diskussion über Google Street View wieder einmal zeigt, ist, dass in Deutschland die Netzaktiven und die Politik einfach nicht miteinander reden können. Letztes Jahr ging es um die Internetsperren zur Verhinderung von Kinderpornographie, dieses Jahr ist das Thema eben Google. Bei dem einen Thema kann die Initiative durch die Politik, beim anderen quasi durch das Netz.</p>
<p>Und ich bin mir nicht sicher, ob daran wirklich die Politik allein Schuld trägt.</p>
<p>Ich finde es beispielsweise verwunderlich, dass Google seinen Dienst ausgerechnet in der Sommerpause des politischen Berlins und der zuständigen MinisterInnen angekündigt, obwohl es genau weiß, dass der Dienst unter sehr genauer Beobachtung seitens der Politik steht. So ein Detail ist sicherlich nicht entscheidend, aber es zeigt meiner Meinung nach ganz gut, wie man miteinander umgeht. Zudem kann ich mich nicht daran erinnern, dass Google selbst aktive Aufklärungsarbeit im großen Umfang geleistet hat. Mal von der Cebit für Fachpublikum abgesehen. Der Datenschutz ist in Deutschland wie in kaum einem anderen Land heilig. Selbst wenn er im Laufe der Jahre etwas brüchig geworden ist. Aber von einem Weltkonzern wie Google erwarte ich eigentlich, dass er auf die örtlichen Befindlichkeiten eingeht und sowohl in der Politik eine bessere Lobbyarbeit leistet als auch versucht, die sensible unaufgeklärte Bevölkerung entsprechend mitzunehmen. Erst jetzt mit großen Anzeigen in diversen Zeitungen für Google Street View zu werben und auf die Einspruchsfrist hinzuweisen, halte ich für einen Fehler. Zumal ein Großteil der Bevölkerung immer noch nicht weiß, was Street View eigentlich für die Allgemeinheit und einen persönlich bedeutet. Gerade in so einem sensiblen Bereich wie dem Datenschutz ist die von Google gezeigte Herangehensweise entweder völlig naiv oder sie zeigt eben, dass Google auf die örtlichen Befindlichkeiten keinen großen Wert legt. Manchmal habe ich das Gefühl, dass Google von seinem Service so überzeugt ist, so dass sich dort keiner überhaupt vorstellen kann, dass der Service bei anderen vielleicht auch innere Unruhe auslösen kann.</p>
<p>Einer ähnlichen Überzeugung müssen auch die deutschen Netzaktiven unterliegen. Die Art und Weise, wie über die vermutete Unkenntnis von Politikern sowie von Teilen der Bevölkerung gelästert wird, finde ich grenzwertig. Einen sehr schönen Kommentar hat dazu Gerrit van Aaken in seinem Blog veröffentlicht, dem ich mich voll und ganz anschließen kann:</p>
<blockquote><p>
Nicht in Ordnung finde ich jedoch die hämischen Reaktionen auf die geäußerten Ängste der Otto-Normal-Bürger. Das wichtigste Argument gegen Streetview ist offenbar die Angst, dass Einbrecher das eigene Haus und die Gegend via Browser in Augenschein nehmen können, und für erste Vorplanungen ihrer Einbrüche nutzen. Ich finde das keinen allzu blödsinnigen Aspekt. Mal ehrlich – wie gut kennt Ihr euch aus im Einbrecherbusiness? Warum wisst ihr alle so genau, dass diese Vorstellung Schwachsinn ist? [...] Sehr viel gelacht wird über diesen Zeitungsbeitrag, wo die Streetview-Gegner im gesetzten Alter vor ihrem Haus abgelichtet sind. »Haha, wie blöd kann man sein!« Sehe ich anders. Streetview-Kritiker sind in der Regel nicht grundsätzlich dagegen, dass ihre Fassade von anderen Menschen fotografiert wird, sondern dass vollständiges Bildmaterial an zentraler Stelle, systematisch und korrekt verortet, erfasst und zur Verfügung gestellt werden. Das Foto mit den Rentnern in RP-online: Keine Ahnung, wo das genau ist. [...]<br />
Quelle: <a href="http://praegnanz.de/weblog/mal-ne-differenzierte-meinung-zu-streetview-gefaellig">praegnanz.de: Mal 'ne differenzierte Meinung zu Streetview gefällig?</a>
</p></blockquote>
<p>Statt zu Lästern und sich über die Beschränktheit der anderen lustig zu machen, wäre Eigeninitiative seitens der Netzaktiven doch mal etwas neues und vor allem auch konstruktives. Warum organisieren sich nicht kleine örtliche Gruppe, um gemeinsam einen Stand in der Fußgängerzone ihrer Stadt aufzustellen und um dann die Bevölkerung von Google Street View mit Argumenten zu überzeugen? Auch wenn so eine Aktion sicherlich nur der berühmte Tropfen auf den heißen Stein wäre, fände ich diese immer noch besser als alles vorherige. Und das es möglich ist, eine solche Aktion kurzfristig durchzuführen, hat die Piratenpartei letztes Jahr eindrucksvoll bewiesen.</p>
<p>Vielleicht ist ja auch gar nicht die Politik allein beschränkt, sondern auch die Netzaktiven selbst. Ich glaube nämlich, dass sich die Politik mittlerweile viel intensiver mit dem Netz beschäftigt hat als die Netzaktiven mit politischer Gestaltung. Natürlich agiert sie in vielerlei Hinsicht noch unglücklich und manche Kommentare zeigen auch puren Aktionismus, dennoch bin ich zuversichtlich, dass sich die deutsche Politik dem Thema Netzpolitik immer besser und fundierter annehmen wird. Ob die Resultate dann aber auch von den Netzaktiven unterstützt werden, steht auf einem anderen Blatt.
</p>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title>Mit dem iPad in den Urlaub </title>
<link>http://tzwaen.com/blog/2010/mit-dem-ipad-in-den-urlaub/</link>
<pubDate>Fri, 13 Aug 2010 11:33:00 +0200</pubDate>
<guid>http://tzwaen.com/blog/2010/mit-dem-ipad-in-den-urlaub/</guid>
<description>Seit über 10 Jahren fahre ich immer mit meinem Notebook in den Urlaub. Zum einen genieße ich es, die tagsüber aufgenommenen Bilder abends auf dem Hotelzimmer noch einmal auf einem großen Bildschirm anzuschauen, und zum anderen war es oft schon nötig, trotz Urlaub kurzfristig für einen Kunden agieren zu müssen. Doch vor gut zwei Wochen habe ich mein Notebook während meines Kurzurlaubs in Italien auf meinem Schreibtisch liegen gelassen und stattdessen nur mein iPad auf die Reise mitgenommen. Ich habe es keine einzige Minute bereut. 



Das abendliche Übertragen der Bilder auf das iPad verlief einwandfrei und das anschließende Durchstöbern der Bilder im Bett liegend war einfach entspannend. Auch das schnelle Überprüfen auf Bildschärfe sowie -genauigkeiten konnte nicht besser sein. Desöfteren konnte ich mich unterwegs dabei erwischen, dass ich auch auf dem Display meiner Digitalkamera mit Gesten arbeiten wollte. Ich will gar nicht wissen, wie viele Touristen auf dem Markusplatz gedacht haben, dass ich ein ganz cooler Apple-Mitarbeiter bin und gerade die erste Generation der iCamera teste. Das Übertragen der Bilder vom iPad auf mein iMac verlief nach dem Urlaub ohne Probleme.

Dank UMTS konnte ich auf dem Weg zum Flughafen noch die letzten E-Mails verschicken, in Italien kam ich schließlich in den Genuss einer kostenlosen, aber pro Tag zeitlich befristeten WLAN-Anbindung auf dem Hotelzimmer. Hier durfte ich auch ein kleines Manko beim iPad feststellen. Sobald ich das hoteleigene WLAN auswählte, poppte sofort eine Webseite des Routers zur Eingabe der Benutzerdaten auf. Die Eingabe der Benutzerdaten verlief gewohnt problemlos, nur wie man später die selbe Seite zum Abmelden wieder erreichen konnte, war mir in keiner Weise klar. Das Kappen der WLAN-Verbindung brachte weder das erneute Öffnen der Webseite des Routers mit sich, noch stoppte die Zeitabrechnung. Wahrscheinlich ist dies auch weniger ein Problem des iPads. Aber warum das Eingabefenster sofort nach der Auswahl des WLANs aufpoppt, bleibt mir unerklärlich. Geschickter wäre es, wenn man wie bei einem Macbook auch das Eingabefenster erst beim ersten Aufruf von Safari erhalten würde. So könnte man die Webseite für das An- und Abmelden einfach in einem Tab behalten und weitersurfen. Aber egal. Dank dem WLAN hatte ich über das iPad alle meine E-Mailkonten einmal am Tag bequem im Blick und konnte so auch auf ein paar E-Mails direkt reagieren. Selbst das Schreiben langer Antworten verlief dank der großen Tastatur schnell, effektiv und mit einem rießigen Vorteil: nach dem Urlaub haben nicht gleich hunderte E-Mails auf einen gewartet.

Kurz vor dem Urlaub hatte ich für einen Kunden noch seine neue Website online gestellt und während des Urlaubs kam dann der Anruf, dass sich trotz der Testphase ein unangenehmer Tippfehler auf der Startseite eingeschlichen hatte. Auch hier war es dank der App FTP On The Go problemlos möglich, schnell auf den Server zu gehen und die Änderung durchzuführen. Ganze Webseiten würde ich damit zwar ungern erstellen, aber für die schnelle Änderung zwischendurch ist die App perfekt.

Meine Eltern konnte ich schließlich mit dem Videoplayer des iPads beeindrucken. Nach einem langen Tag in Venedig, bei dem wir alle abends durch einem Regenschauer völlig durchnäst und für weitere Taten lustlos ins Hotel kamen, konnte ich über iTunes innerhalb von einer halben Stunde einen Film runterladen, den wir uns dann gemeinsam auf dem Bett sitzend anschauten. Sowohl Bildqualität als auch Ton waren gut - nur der Bildschirm hätte in dem Moment natürlich etwas größer sein können. Aber dies war immer noch besser und kostengünstiger, als einen Original-Hollywoodfilm mit italienischen Untertiteln über den hoteleigenen Fernseher zu beziehen.

Auf der Rückreise mit dem Auto spielte das iPad schließlich seine Stärken im Bereich des Gamings aus. Solange ich nicht mit dem Fahren dran war, konnte ich bequem ein paar Runden Carcassonne und Civilization Revolution spielen. Die drei Stunden lange Fahrt verging so wie im Fluge. Und das iPhone, was früher den Part zum Spielen übernahm, konnte stattdessen seine Stärke als kleine Navigationslösung in vollen Zügen ausspielen. Jedoch überraschte der gleichzeitge Einsatz beider Geräte ein wenig, da das Display des iPhones viel besser mit den Lichtreflektionen zurecht kam als das iPad. Hier hat das iPad noch viel Potential nach oben.

Sicherlich hätte ich die meisten beschriebenen Dinge auch mit meinem Macbook Air machen können. Doch ich bin sicher, dass mir dann das tägliche Auspacken, an den Tisch setzen, Akku aufladen, etc zuviel geworden wäre. So bin ich mit einmal Aufladen knapp fünf Tage lang mit dem iPad ausgekommen und konnte wahlweise im Bett oder auf der Couch liegen. Zudem hat das iPad einen entscheidenen Vorteil: wenn es geklaut wird, dann ist es halt weg. Im Gegensatz zum Macbook Air ist nichts auf dem iPad, auf das ich nicht verzichten könnte bzw. was ich nicht wieder herstellen könnte. Der Verlust des Macbooks als Arbeitsrechner wäre dagegen eine Tragödie und würde die positive Urlaubsstimmung sofort beenden.

Meine spontane Entscheidung, nur mit dem iPad in den Urlaub zu fahren, stellte sich im nachhinein als perfekte Lösung heraus.</description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Seit über 10 Jahren fahre ich immer mit meinem Notebook in den Urlaub. Zum einen genieße ich es, die tagsüber aufgenommenen Bilder abends auf dem Hotelzimmer noch einmal auf einem großen Bildschirm anzuschauen, und zum anderen war es oft schon nötig, trotz Urlaub kurzfristig für einen Kunden agieren zu müssen. Doch vor gut zwei Wochen habe ich mein Notebook während meines Kurzurlaubs in Italien auf meinem Schreibtisch liegen gelassen und stattdessen nur <a href="http://www.apple.com/de/ipad/">mein iPad</a> auf die Reise mitgenommen. Ich habe es keine einzige Minute bereut. </p>
<p><img src="http://tzwaen.com/data/images/2010/08/13/2-4c6511cce2226.jpg" class="align_center" /></p>
<p>Das abendliche Übertragen der Bilder auf das iPad verlief einwandfrei und das anschließende Durchstöbern der Bilder im Bett liegend war einfach entspannend. Auch das schnelle Überprüfen auf Bildschärfe sowie -genauigkeiten konnte nicht besser sein. Desöfteren konnte ich mich unterwegs dabei erwischen, dass ich auch auf dem Display meiner Digitalkamera mit Gesten arbeiten wollte. Ich will gar nicht wissen, wie viele Touristen auf dem Markusplatz gedacht haben, dass ich ein ganz cooler Apple-Mitarbeiter bin und gerade die erste Generation der iCamera teste. Das Übertragen der Bilder vom iPad auf mein iMac verlief nach dem Urlaub ohne Probleme.</p>
<p>Dank UMTS konnte ich auf dem Weg zum Flughafen noch die letzten E-Mails verschicken, in Italien kam ich schließlich in den Genuss einer kostenlosen, aber pro Tag zeitlich befristeten WLAN-Anbindung auf dem Hotelzimmer. Hier durfte ich auch ein kleines Manko beim iPad feststellen. Sobald ich das hoteleigene WLAN auswählte, poppte sofort eine Webseite des Routers zur Eingabe der Benutzerdaten auf. Die Eingabe der Benutzerdaten verlief gewohnt problemlos, nur wie man später die selbe Seite zum Abmelden wieder erreichen konnte, war mir in keiner Weise klar. Das Kappen der WLAN-Verbindung brachte weder das erneute Öffnen der Webseite des Routers mit sich, noch stoppte die Zeitabrechnung. Wahrscheinlich ist dies auch weniger ein Problem des iPads. Aber warum das Eingabefenster sofort nach der Auswahl des WLANs aufpoppt, bleibt mir unerklärlich. Geschickter wäre es, wenn man wie bei einem Macbook auch das Eingabefenster erst beim ersten Aufruf von Safari erhalten würde. So könnte man die Webseite für das An- und Abmelden einfach in einem Tab behalten und weitersurfen. Aber egal. Dank dem WLAN hatte ich über das iPad alle meine E-Mailkonten einmal am Tag bequem im Blick und konnte so auch auf ein paar E-Mails direkt reagieren. Selbst das Schreiben langer Antworten verlief dank der großen Tastatur schnell, effektiv und mit einem rießigen Vorteil: nach dem Urlaub haben nicht gleich hunderte E-Mails auf einen gewartet.</p>
<p>Kurz vor dem Urlaub hatte ich für einen Kunden noch seine neue Website online gestellt und während des Urlaubs kam dann der Anruf, dass sich trotz der Testphase ein unangenehmer Tippfehler auf der Startseite eingeschlichen hatte. Auch hier war es dank der App <a href="http://itunes.apple.com/de/app/ftp-on-the-go-pro/id364787363?mt=8">FTP On The Go</a> problemlos möglich, schnell auf den Server zu gehen und die Änderung durchzuführen. Ganze Webseiten würde ich damit zwar ungern erstellen, aber für die schnelle Änderung zwischendurch ist die App perfekt.</p>
<p>Meine Eltern konnte ich schließlich mit dem Videoplayer des iPads beeindrucken. Nach einem langen Tag in Venedig, bei dem wir alle abends durch einem Regenschauer völlig durchnäst und für weitere Taten lustlos ins Hotel kamen, konnte ich über iTunes innerhalb von einer halben Stunde einen Film runterladen, den wir uns dann gemeinsam auf dem Bett sitzend anschauten. Sowohl Bildqualität als auch Ton waren gut - nur der Bildschirm hätte in dem Moment natürlich etwas größer sein können. Aber dies war immer noch besser und kostengünstiger, als einen Original-Hollywoodfilm mit italienischen Untertiteln über den hoteleigenen Fernseher zu beziehen.</p>
<p>Auf der Rückreise mit dem Auto spielte das iPad schließlich seine Stärken im Bereich des Gamings aus. Solange ich nicht mit dem Fahren dran war, konnte ich bequem ein paar Runden <a href="http://carcassonneapp.com/">Carcassonne</a> und <a href="http://www.civilizationrevolution.com/ipad/de/">Civilization Revolution</a> spielen. Die drei Stunden lange Fahrt verging so wie im Fluge. Und das iPhone, was früher den Part zum Spielen übernahm, konnte stattdessen seine Stärke als kleine Navigationslösung in vollen Zügen ausspielen. Jedoch überraschte der gleichzeitge Einsatz beider Geräte ein wenig, da das Display des iPhones viel besser mit den Lichtreflektionen zurecht kam als das iPad. Hier hat das iPad noch viel Potential nach oben.</p>
<p>Sicherlich hätte ich die meisten beschriebenen Dinge auch mit meinem Macbook Air machen können. Doch ich bin sicher, dass mir dann das tägliche Auspacken, an den Tisch setzen, Akku aufladen, etc zuviel geworden wäre. So bin ich mit einmal Aufladen knapp fünf Tage lang mit dem iPad ausgekommen und konnte wahlweise im Bett oder auf der Couch liegen. Zudem hat das iPad einen entscheidenen Vorteil: wenn es geklaut wird, dann ist es halt weg. Im Gegensatz zum Macbook Air ist nichts auf dem iPad, auf das ich nicht verzichten könnte bzw. was ich nicht wieder herstellen könnte. Der Verlust des Macbooks als Arbeitsrechner wäre dagegen eine Tragödie und würde die positive Urlaubsstimmung sofort beenden.</p>
<p>Meine spontane Entscheidung, nur mit dem iPad in den Urlaub zu fahren, stellte sich im nachhinein als perfekte Lösung heraus.
</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title>Ein Blog?</title>
<link>http://tzwaen.com/blog/2010/ein-blog-1/</link>
<pubDate>Sun, 08 Aug 2010 00:59:00 +0200</pubDate>
<guid>http://tzwaen.com/blog/2010/ein-blog-1/</guid>
<description>Im November 2009 habe ich mir nach langer Zeit in großer Euphorie ein neues Blog eingerichtet  und wollte mit großer Euphorie wieder ins Bloggen einsteigen. Tja, der zweite Eintrag kam drei Tage später und damit war dann auch schon wieder Schluss. Warum eigentlich?

Der Grund der Euphorie war, dass es im Berliner Abgeordnetenbüro von Kristina Schröder äußerst interessante Entwicklungen in Richtung Netzpolitik gab, die dann aber Ende November durch überraschende andere Entwicklungen schließlich im Sande verliefen. Danach war die Euphorie für ein neues Blogs verflogen, die schließlich durch eine entsprechende Vorsicht gegenüber Medien ersetzt wurde. Darüber hinaus musste ich aber auch in diesem Jahr bedauerlicherweise feststellen, dass es durch vermehrte Arbeitsaufträge zeitlich kaum noch möglich ist, dauerhaft interessante Beiträge auszuformulieren.

Egal. Nach fast einem Jahr starte ich nun erneut mit dem Versuch, ein Blog an den Start zu bringen. Interessante Themen gibt es immer noch genügend. Neben meiner Dissertation und dem Basteln an einem eigenen kleinen Content-Management-System finde ich gerade die Entwicklungen im Bereich der Politik und des Internets äußerst spannend. Nachdem die Möglichkeiten des Internets bereits ganze Industriezweige auf den Kopf gestellt haben, ist es nun interessant zu beobachten, ob eine solche Erosion auch im politischen Umfeld eintreten wird. 

Also: auf ein Neues! Der gute Vorsatz besagt, dass ich in der Woche mindestens einen Beitrag ausformulieren will ;-)</description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Im November 2009 habe ich mir nach langer Zeit in großer Euphorie ein <a href="http://tzwaen.com/blog/ankuendigungen/hilfe-ein-blog/">neues Blog eingerichtet </a> und wollte mit großer Euphorie wieder ins Bloggen einsteigen. Tja, der zweite Eintrag kam drei Tage später und damit war dann auch schon wieder Schluss. Warum eigentlich?</p>
<p>Der Grund der Euphorie war, dass es im Berliner Abgeordnetenbüro von Kristina Schröder äußerst interessante Entwicklungen in Richtung Netzpolitik gab, die dann aber Ende November durch überraschende andere Entwicklungen schließlich im Sande verliefen. Danach war die Euphorie für ein neues Blogs verflogen, die schließlich durch eine entsprechende Vorsicht gegenüber Medien ersetzt wurde. Darüber hinaus musste ich aber auch in diesem Jahr bedauerlicherweise feststellen, dass es durch vermehrte Arbeitsaufträge zeitlich kaum noch möglich ist, dauerhaft interessante Beiträge auszuformulieren.</p>
<p>Egal. Nach fast einem Jahr starte ich nun erneut mit dem Versuch, ein Blog an den Start zu bringen. Interessante Themen gibt es immer noch genügend. Neben meiner Dissertation und dem Basteln an einem eigenen kleinen Content-Management-System finde ich gerade die Entwicklungen im Bereich der Politik und des Internets äußerst spannend. Nachdem die Möglichkeiten des Internets bereits ganze Industriezweige auf den Kopf gestellt haben, ist es nun interessant zu beobachten, ob eine solche Erosion auch im politischen Umfeld eintreten wird. </p>
<p>Also: auf ein Neues! Der gute Vorsatz besagt, dass ich in der Woche mindestens einen Beitrag ausformulieren will ;-)
</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title>Brauchen wir eine Aufsichtsbehörde für Webangebote?</title>
<link>http://tzwaen.com/blog/2009/brauchen-wir-eine-aufsichtsbeh/</link>
<pubDate>Tue, 10 Nov 2009 14:33:00 +0100</pubDate>
<guid>http://tzwaen.com/blog/2009/brauchen-wir-eine-aufsichtsbeh/</guid>
<description>
auch wenn der gedanke unpopulär ist, aber vielleicht sollte es eine staatliche aufsichtsbehöre geben, die die daten- und verbrauchersicherheit regelmässig und unangekündigt bei betreibern wie studivz, sparkassenshops und virtuelle bücherläden überprüft. jeder besitzer einer dönerbude muss strenge gesundheitliche auflagen überprüfen und bekommt oft empfindliche geldstrafen, wenn diese nicht eingehalten werden. Quelle: t.yping.me

Ich kann seinen Gedankengang völlig nachvollziehen, bin jedoch gleichzeitig der Meinung, dass man eine eigene Aufsichtsbehörde für Webangebote gar nicht braucht. Denn das Problem ist ja gar nicht auf das Web allein beschränkt. Auch im realen Leben gibt es einen immensen Kontrollbedarf bezüglich Daten- und Verbrauchersicherheit. Und wenn mich nicht alles täuscht, gehört dies sogar schon zum Aufgabengebiet des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz. Zumindest hoffe ich, dass es längst dazu gehört.

Auch wenn einige - gerade leider aus der CDU - immer noch fordern, dass das Internet kein rechtsfreier Raum sein darf und daraus einen Bedarf an speziellen Kontrollmechanismen ableiten, sollten sich alle lieber eingestehen, dass das Internet noch nie rechtsfrei gewesen ist, und gleichzeitig darauf besinnen, bereits bestehende Mechanismen für das Internet anzupassen und dort auch anzuwenden.

Denn hier liegt das eigentliche Problem. Ich beobachte in letzter Zeit zu oft, dass viele Ministerien und Politiker immer noch nicht die Abläufe und Entwicklungen im Internet auf dem Radar haben. Vom Verstehen der Abläufe will ich jetzt gar nicht reden. Und die wenigen, die zumindest einen Teilbereich verstehen, scheitern letztendlich auch, weil sie die ganzheitliche Betrachtung vernachlässigen.

Statt einer Aufsichtsbehörde wünsche ich mir lieber einen koordinierenden Internet-Experten auf Bundesebene, der aktuelle Entwicklungen im Internet aufnimmt, diese im Sinne der Gesellschaft interpretiert und schließlich eine Empfehlung für weiteres Handeln an Ministerien sowie Politiker weitergibt.

Eine solche Empfehlung könnte u.a. die Durchführung einer Datenschutz-Kampagne sein, die ähnlich wie die bundesweiten AIDS- und Drogenkampagnen angelegtist. Neben einer staatlichen Kontrolle der Datensicherheit ist nämlich die private Vorsorge immer noch am Besten.</description>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote cite="http://t.yping.me/2009/11/07/aufsichtsbehoere-fuer-web-angebote/"><p>
auch wenn der gedanke unpopulär ist, aber vielleicht sollte es eine staatliche aufsichtsbehöre geben, die die daten- und verbrauchersicherheit regelmässig und unangekündigt bei betreibern wie studivz, sparkassenshops und virtuelle bücherläden überprüft. jeder besitzer einer dönerbude muss strenge gesundheitliche auflagen überprüfen und bekommt oft empfindliche geldstrafen, wenn diese nicht eingehalten werden. <a href="http://t.yping.me/2009/11/07/aufsichtsbehoere-fuer-web-angebote/">Quelle: t.yping.me</a></p></blockquote>
<p>Ich kann seinen Gedankengang völlig nachvollziehen, bin jedoch gleichzeitig der Meinung, dass man eine eigene Aufsichtsbehörde für Webangebote gar nicht braucht. Denn das Problem ist ja gar nicht auf das Web allein beschränkt. Auch im realen Leben gibt es einen immensen Kontrollbedarf bezüglich Daten- und Verbrauchersicherheit. Und wenn mich nicht alles täuscht, gehört dies sogar schon zum Aufgabengebiet des <a href="http://www.bmelv.de/cln_135/DE/Startseite/startseite_node.html">Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz</a>. Zumindest hoffe ich, dass es längst dazu gehört.</p>
<p>Auch wenn einige - gerade leider aus der CDU - immer noch fordern, dass das Internet kein rechtsfreier Raum sein darf und daraus einen Bedarf an speziellen Kontrollmechanismen ableiten, sollten sich alle lieber eingestehen, dass das Internet noch nie rechtsfrei gewesen ist, und gleichzeitig darauf besinnen, bereits bestehende Mechanismen für das Internet anzupassen und dort auch anzuwenden.</p>
<p>Denn hier liegt das eigentliche Problem. Ich beobachte in letzter Zeit zu oft, dass viele Ministerien und Politiker immer noch nicht die Abläufe und Entwicklungen im Internet auf dem Radar haben. Vom Verstehen der Abläufe will ich jetzt gar nicht reden. Und die wenigen, die zumindest einen Teilbereich verstehen, scheitern letztendlich auch, weil sie die ganzheitliche Betrachtung vernachlässigen.</p>
<p>Statt einer Aufsichtsbehörde wünsche ich mir lieber einen koordinierenden Internet-Experten auf Bundesebene, der aktuelle Entwicklungen im Internet aufnimmt, diese im Sinne der Gesellschaft interpretiert und schließlich eine Empfehlung für weiteres Handeln an Ministerien sowie Politiker weitergibt.</p>
<p>Eine solche Empfehlung könnte u.a. die Durchführung einer Datenschutz-Kampagne sein, die ähnlich wie die bundesweiten AIDS- und Drogenkampagnen angelegtist. Neben einer staatlichen Kontrolle der Datensicherheit ist nämlich die private Vorsorge immer noch am Besten.
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</item>
<item>
<title>Hilfe, ein Blog!</title>
<link>http://tzwaen.com/blog/2009/hilfe-ein-blog/</link>
<pubDate>Sat, 07 Nov 2009 10:26:00 +0100</pubDate>
<guid>http://tzwaen.com/blog/2009/hilfe-ein-blog/</guid>
<description>Hilfe, ein Blog!

Auf der Website von tzwaen.systems ist seit heute wieder ein Blog zu finden. Es wird sich mit den Themenfeldern Enterprise 2.0, Politik sowie Softwareentwicklung beschäftigen.

Ein Blog? Ja, dass gab es auf der Domain tzwaen.com in unterschiedlichsten Formen, Laufzeiten sowie Themen schon öfters:


im Jahr 2000 habe ich mit dem Bloggen angefangen,
nach zwei Jahren eine Diplomarbeit über die technische Umsetzung und deren Nutzung geschrieben,
anschließend habe ich versucht, Weblogs beruflich in eine Softwarefirma mit dem Schwerpunkt Human-Ressource-Management einzubringen,
bin aber kläglich damit gescheitert,
danach war es eine Vision von mir Weblogs mit Wiks in einer Art „3. Dimension“ miteinander zu verbinden,
allerdings erwies sie sich nicht als ausreichend für eine eigenständige Dissertation
und so habe ich Weblogs nur noch im Rahmen meiner Selbstständigkeit an andere verkauft.


All dies habe ich mal mehr, mal weniger mit mindestens einem Weblog begleitet. Jedoch habe ich immer wieder einen Zeitpunkt erreicht, wo ich gemerkt habe, dass eigentlich ein eigenes Weblog nichts für mich ist. Leider kann ich nie meine Meinung zurückhalten, obwohl dies oftmals besser gewesen wäre. Zudem bin ich Fremden gegenüber nicht sehr kritikfähig. 

Deswegen ist es eigentlich auch nicht verwunderlich, dass meine längste aktive Bloggerzeit in den Anfangsjahren gewesen ist. Damals, in der guten alten Zeit, gab es in ganz Deutschland vielleicht gerade einmal 100 Blogger. Alle kannten sich mehr oder weniger. Und sowohl eigene Meinungen als auch direkte Kritik wurde von allen Seiten als selbstverständlich angenommen. Das ein einzelner Blogeintrag ein juristisches Nachspiel haben könnte, war absolut unvorstellbar.

Und warum jetzt wieder ein Blog?

Trotz allem bin ich immer noch davon überzeugt, dass ein Blog ein wunderbares Werkzeug ist, um längere Textbotschaften mit anderen öffentlich auszutauschen und auch weiterzuentwickeln. Interessante Themen gibt es dafür momentan genug:


der vermehrte Einsatz von Web 2.0-Techniken in Unternehmen, der aber meiner Meinung immer noch nicht optimal verläuft,
den spannenden Wandel innerhalb der Politik als Reaktion auf das Web 2.0, bei dem aber nahezu alle politisch Aktive noch immer auf Hilfe von außen angewiesen sind
und schließlich auch meine Leidenschaft, kleine spezialisierte Content-Management-Systeme auf Basis von bewährten Techniken aus dem Web 2.0 zu entwickeln


Daher will ich wieder versuchen, ein ordentliches Blog zu führen.</description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Hilfe, ein Blog!</p>
<p>Auf der Website von tzwaen.systems ist seit heute wieder ein Blog zu finden. Es wird sich mit den Themenfeldern Enterprise 2.0, Politik sowie Softwareentwicklung beschäftigen.</p>
<p>Ein Blog? Ja, dass gab es auf der Domain tzwaen.com in unterschiedlichsten Formen, Laufzeiten sowie Themen schon öfters:</p>
<ul>
<li>im Jahr 2000 habe ich mit dem Bloggen angefangen,</li>
<li>nach zwei Jahren eine Diplomarbeit über die technische Umsetzung und deren Nutzung geschrieben,</li>
<li>anschließend habe ich versucht, Weblogs beruflich in eine Softwarefirma mit dem Schwerpunkt Human-Ressource-Management einzubringen,</li>
<li>bin aber kläglich damit gescheitert,</li>
<li>danach war es eine Vision von mir Weblogs mit Wiks in einer Art „3. Dimension“ miteinander zu verbinden,</li>
<li>allerdings erwies sie sich nicht als ausreichend für eine eigenständige Dissertation</li>
<li>und so habe ich Weblogs nur noch im Rahmen meiner Selbstständigkeit an andere verkauft.</li>
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<p>All dies habe ich mal mehr, mal weniger mit mindestens einem Weblog begleitet. Jedoch habe ich immer wieder einen Zeitpunkt erreicht, wo ich gemerkt habe, dass eigentlich ein eigenes Weblog nichts für mich ist. Leider kann ich nie meine Meinung zurückhalten, obwohl dies oftmals besser gewesen wäre. Zudem bin ich Fremden gegenüber nicht sehr kritikfähig. </p>
<p>Deswegen ist es eigentlich auch nicht verwunderlich, dass meine längste aktive Bloggerzeit in den Anfangsjahren gewesen ist. Damals, in der guten alten Zeit, gab es in ganz Deutschland vielleicht gerade einmal 100 Blogger. Alle kannten sich mehr oder weniger. Und sowohl eigene Meinungen als auch direkte Kritik wurde von allen Seiten als selbstverständlich angenommen. Das ein einzelner Blogeintrag ein juristisches Nachspiel haben könnte, war absolut unvorstellbar.</p>
<p>Und warum jetzt wieder ein Blog?</p>
<p>Trotz allem bin ich immer noch davon überzeugt, dass ein Blog ein wunderbares Werkzeug ist, um längere Textbotschaften mit anderen öffentlich auszutauschen und auch weiterzuentwickeln. Interessante Themen gibt es dafür momentan genug:</p>
<ul>
<li>der vermehrte Einsatz von Web 2.0-Techniken in Unternehmen, der aber meiner Meinung immer noch nicht optimal verläuft,</li>
<li>den spannenden Wandel innerhalb der Politik als Reaktion auf das Web 2.0, bei dem aber nahezu alle politisch Aktive noch immer auf Hilfe von außen angewiesen sind</li>
<li>und schließlich auch meine Leidenschaft, kleine spezialisierte Content-Management-Systeme auf Basis von bewährten Techniken aus dem Web 2.0 zu entwickeln</li>
</ul>
<p>Daher will ich wieder versuchen, ein ordentliches Blog zu führen.
</p>
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